WINGAS
 
Suche


Unternehmen
Handel
Speicherung
Karriere
Presse
Infothek
Engagement
Lieferanten

BASF fördert jetzt mit Gazprom Erdgas in Sibirien

  • Produktion im Gasfeld Juschno Russkoje offiziell gestartet
  • Wintershall mit 35 % am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt
  • WINGAS sichert russische Gasexporte für Europa bis 2036

Moskau. Die BASF Aktiengesellschaft und die russische OAO Gazprom haben heute (18.12.07) die russische Erdgaslagerstätte Juschno Russkoje offiziell in Betrieb genommen: Damit fördert mit der BASF jetzt erstmals ein deutsches Unternehmen Erdgas direkt in Westsibirien. In einer offiziellen Feierstunde in der Gazprom-Zentrale in Moskau starteten der Vorstandsvorsitzende der OAO Gazprom, Alexej B. Miller, und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BASF, Eggert Voscherau, gemeinsam mit Dimitri A. Medwedew, Vize-Premier der Russischen Föderation und Aufsichtsratsvorsitzender der OAO Gazprom, sowie dem deutschen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier per Knopfdruck die Produktion im Erdgasfeld Juschno Russkoje. Zuvor war in einer Live-Schaltung aus Sibirien der Abschluss der Arbeiten gemeldet worden.

Das Feld Juschno Russkoje in Westsibirien verfügt über förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Erdgas und ist damit etwa dreimal so groß wie Achimgaz, ein anderes bereits bestehendes Gemeinschaftsprojekt von Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall zur Förderung von Kohlenwasserstoffen in Sibirien. Derzeit liefert Gazprom rund 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr nach Deutschland. Ausgehend von dieser Liefermenge kann allein die Lagerstätte Juschno Russkoje alle russischen Gasexporte nach Deutschland für weitere 15 Jahre gewährleisten.

 „Wir beziehen jetzt nicht nur Gas aus Russland und vermarkten es gemeinsam mit Gazprom – wir produzieren jetzt gemeinsam Gas in Russland. Das bedeutet mehr Versorgungssicherheit für Deutschland und für ganz Europa“, sagte Voscherau. Als Gazprom und BASF zu Beginn der 90er Jahre die ersten Vereinbarungen unterzeichneten hätte kaum jemand geahnt, wie erfolgreich sich diese Partnerschaft entwickeln würde. „Heute sind die Bindungen beider Unternehmen aneinander tief, stark und belastbar“, ergänzte der BASF-Vorstand. „BASF und Gazprom – das ist gelebte Partnerschaft, die Zukunft hat.“

Eigenes Erdgas – Versorgungssicherheit für Deutschland und Europa


Alexej B. Miller, Vorsitzender des Vorstands der OAO Gazprom, betonte: „Die Inbetriebnahme des Gasfeldes Juschno Russkoje ist für Gazprom eines der bedeutendsten Ereignisse des Jahres 2007. Dieses ist ein wichtiger Schritt für die Gasförderung in Russland und ein Beispiel für eine neue Ebene der Zusammenarbeit zwischen der OAO Gazprom und den führenden Energieunternehmen der Welt. Der Aktiva -Tausch mit der BASF im Rahmen des Projektes Juschno Russkoje leistet einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung der Versorgungssicherheit mit Energie in Deutschland und in Europa."

Nach Europa geliefert werden soll das Gas aus dem Feld Juschno Russkoje unter anderem auch durch die geplante Ostseepipeline Nord Stream, die die sibirischen Gasreserven in Russland direkt mit Deutschland verbindet. Bereits im Jahr 2009 soll das Feld die geplante Plateau-Produktion von 25 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr erreichen. Das Erdgasfeld Juschno Russkoje, das sich in einer Tiefe von ungefähr einem Kilometer befindet, wurde 1969 entdeckt.

Austausch von Unternehmensanteilen abgeschlossen

Die Beteiligung der BASF an der Gasproduktion in Sibirien ist Teil eines inzwischen abgeschlossenen Tausches von Unternehmensanteilen. Die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall hat 25 % minus eine Aktie an der Gesellschaft OAO Severneftegazprom (SNGP) erhalten, welche die Lizenz am Erdgasfeld Juschno Russkoje in Westsibirien hält. Zusätzlich erhielt Wintershall eine privilegierte Aktie ohne Stimmrecht am Gründungskapital der OAO Severneftegazprom, wodurch BASF im Ergebnis mit 35 % am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt ist. Die Registrierung der Aktien-Emission ist erfolgt. Im Gegenzug hat die OAO Gazprom ihren Anteil an der gemeinsamen Erdgashandelsgesellschaft WINGAS GmbH von bislang 35 auf 50 % minus einen Anteil aufgestockt. Ebenso erhielt Gazprom eine Beteiligung von 49 % an einer Wintershall-Tochtergesellschaft, die in zwei Konzessionsgebieten in Libyen onshore Erdöl produziert.  

Gazprom und BASF/Wintershall: Partner seit dem Jahr 1990


Bereits seit 1990 sind Gazprom und die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall unter anderem über das deutsch-russische Joint Venture WINGAS gemeinsam im Handel mit Erdgas in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern aktiv und haben seitdem rund drei Milliarden Euro in den Auf- und Ausbau einer Pipeline-Infrastruktur und den Bau von Erdgasspeichern investiert. Die Beteiligung der Gazprom an diesen Aktivitäten ist eine der bis heute größten Investitionen eines russischen Unternehmens in Deutschland überhaupt.

WINGAS als einer der größten deutschen Importeure russischen Erdgases hat bereits bis zum Jahr 2036 Bezüge in Höhe von 700 Milliarden Kubikmetern Erdgas für deutsche und westeuropäische Kunden vertraglich mit Gazprom export gesichert. Mit diesen Verträgen unterstreicht Gazprom als größter Erdgasproduzent der Welt sein langfristiges Interesse an den Absatzmärkten in Europa. Zugleich belegt die Aufstockung der Anteile an der WINGAS auch die Bereitschaft der Gazprom, für die Entwicklung stabiler, verlässlicher und langfristig angelegter Wirtschaftsbeziehungen mit deutschen Unternehmen noch mehr unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Russisches Erdgas wird aufgrund der rückläufigen Produktionsmengen aus der Nordsee bei gleichzeitig steigendem Bedarf immer wichtiger für Mittel- und Westeuropa.


 
 
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Ihr Portfolio umfasst Chemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel und Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas. Ihren Kunden aus nahezu allen Branchen hilft die BASF als zuverlässiger Partner mit hochwertigen Produkten und intelligenten System­lösungen erfolgreicher zu sein. Die BASF entwickelt neue Technologien und nutzt sie, um sich zukünftigen Herausforderungen zu stellen und zusätzliche Marktchancen zu erschließen. Sie verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung und leistet so einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. Die BASF beschäftigt rund 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 52,6 Milliarden €. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.
 
Wintershall mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF Aktiengesellschaft in Ludwigshafen und seit mehr als 75 Jahren in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv. Wintershall konzentriert sich bewusst auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Nordafrika, Südamerika sowie Russland und der Raum am Kaspischen Meer. Das Unternehmen ist heute der größte Erdöl- und Erdgasproduzent mit Sitz in Deutschland. Der Erdgashandel, unter anderem über die WINGAS, ist das zweite Arbeitsgebiet der Wintershall.
 
Die WINGAS GmbH ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas.


BASF PI - 18.12.2007

Kontakt:
BASF Aktiengesellschaft
Michael Grabicki
Tel.: +49 621 60-99938
Fax: +49 621 60-92693
michael.grabicki(@)basf.com
 
Wintershall Holding AG
Michael Sasse
Tel.: +49 561 301-3301
Fax: +49 561 301-1321
presse@wingas
 
PDF der Presse-Information
Download

BASF fördert jetzt mit Gazprom Erdgas in Sibirien



Im Vorfeld der feierlichen Inbetriebnahme des Ergasfeldes Juschno Russkoje in Westsibirien haben Dr. Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF Aktiengesellschaft (links), und Alexej B. Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom (rechts), den vereinbarten Austausch von Unternehmenteilen abgeschlossen.
Dieses und Fotos der Pressekonferenz in Moskau finden Sie auf der
Wintershall Bilddatenbank

Das Erdgasfeld Juschno Russkoje in Zahlen und Daten

Bilder zur Ergasförderung in Sibirien



Bilder zur Ergasförderung in Sibirien finden Sie in der
Wintershall Bilddatenbank